Das Sportstech sBike Smart Indoor Cycling Bike im Test
Viele Heimtrainer versprechen heute „smarte“ Features, große Displays und App-Anbindung. In der Praxis scheitern jedoch viele Geräte daran, diese Technik sinnvoll in ein dauerhaft motivierendes Training zu übersetzen.
Mit dem sBike verfolgt Sportstech einen klaren Ansatz: geführtes Indoor Cycling mit Kursen, strukturierter Trainingssteuerung und einem zentralen Touchdisplay. Das Bike richtet sich an Nutzer, die ihr Training nicht nur absolvieren, sondern gezielt steuern und entwickeln möchten.
Auf dem Datenblatt wirken ein 21,5 Zoll Touchdisplay, magnetisches Bremssystem, kompakte Stellmaße und umfangreiche Einstellmöglichkeiten überzeugend. Entscheidend ist jedoch, ob daraus im Alltag ein ruhiges, gleichmäßiges und belastbares Training entsteht.
Genau das prüfen wir in diesem Test: Laufgefühl, Software, Verarbeitung – und die Frage, für wen das sBike wirklich sinnvoll ist.
Kapitelübersicht
Auf einen Blick
Vorteile
Nachteile
Fazit zum Sportstech sBike Speedbike
Das Sportstech sBike ist kein klassisches Spinningbike, sondern ein smartes Indoor Cycling Bike mit klarem Kurs- und Trainingsfokus. Wer nicht einfach treten, sondern geführt, strukturiert und nachvollziehbar trainieren möchte, findet hier ein sehr stimmiges Gesamtpaket.
Besonders überzeugen das ruhige Laufverhalten, die hohe Standfestigkeit, das große Touchdisplay und die enge Verzahnung mit der Sportstech Live App. Das Training wirkt kontrolliert, leise und gleichmäßig – auch bei höheren Intensitäten.
Geeignet für:
Nutzer, die regelmäßig trainieren, Kurse mögen und ihr Training strukturiert aufbauen möchten.
Weniger geeignet für:
Sportler, die rein mechanisch, ohne Display und ohne App trainieren wollen.
Verarbeitung, Rahmenstabilität und Ergonomie bewegen sich auf einem Niveau, das für langfristige Heimnutzung ausgelegt ist. Nutzer bis 120 kg sowie Körpergrößen von ca. 1,60 bis 1,90 m werden sinnvoll abgedeckt.
Insgesamt ist das sBike eine sehr gute Wahl für alle, die ein motivationsstarkes Speedbike mit Kursanbindung suchen. Wer lieber klassisch und ohne Display trainiert, fährt mit einem Modell wie dem Hammer Racer S besser.
Pro Tipp: Prüfen Sie die Preise beim Hersteller. Häufig gibt es Bundle-Angebote, verlängerte Garantie und App-Zugänge inklusive.
Funktionsumfang und Training

Das Herzstück des sBike ist das 21,5 Zoll große Touchdisplay. Es zeigt nicht nur Trainingswerte an, sondern übernimmt die komplette Steuerung von Widerstand, Programmen und App-Anbindung. In der Praxis bedeutet das: Sie steuern Ihr Training direkt über das Display, ohne zusätzliche Geräte oder externe Steuerungen.
Die Displaygröße sorgt dafür, dass Inhalte auch während intensiver Intervalle gut ablesbar bleiben. Gerade bei strukturiertem Training ist das ein echter Vorteil, da Zielwerte, Programme und Leistungsdaten jederzeit im Blick bleiben.
Erfasst werden alle Messwerte, die für eine saubere Trainingssteuerung relevant sind:
Für die Praxis gilt: Sie müssen nicht alle Werte gleichzeitig beobachten. In den meisten Fällen reichen Watt, Herzfrequenz und Trittfrequenz, um Intensität und Belastung präzise zu steuern. Die übrigen Werte dienen vor allem der späteren Analyse.

Der MET-Wert hilft dabei, unterschiedliche Belastungsstufen einzuordnen und ins Verhältnis zum Ruheumsatz zu setzen. Für Einsteiger bietet er eine grobe Orientierung, für Fortgeschrittene ist er ein ergänzender Vergleichswert.
Die Pulsmessung erfolgt über den mitgelieferten Brustgurt. Diese Messmethode ist deutlich präziser als Handpulssensoren und ermöglicht echtes Herzfrequenztraining.
Ein praxisnahes Detail ist die LED-Beleuchtung am Schwungrad. Sie kann puls- oder intensitätsabhängig reagieren, sodass Sie Ihren Belastungsbereich auch ohne Blick aufs Display erkennen.
Trainingsprogramme und App

Der Widerstand wird elektronisch geregelt und in 24 Stufen angepasst. Zusätzlich lassen sich Zielvorgaben wie Watt, Zeit, Distanz oder Puls definieren. Das Bike passt den Widerstand automatisch an, um diese Zielwerte möglichst konstant zu halten.
Das ist besonders relevant für Intervalltraining und Herzfrequenztraining, da Belastungsspitzen reduziert und gleichmäßige Trainingsreize gesetzt werden.
Die größte Stärke des sBike liegt im Zugriff auf die Sportstech Live Plattform. Dort stehen geführte Kurse, Intervallprogramme und On-Demand-Workouts zur Verfügung. Das sorgt für Struktur und erhöht die Trainingskonstanz.
Neben klassischen Bike-Kursen gibt es auch Off-Bike-Workouts wie Kraft, Core, Mobility oder Stretching. Durch das schwenkbare Display lassen sich diese Einheiten direkt vor dem Bike durchführen.
Auch Inhalte rund um Ernährung und Lifestyle sind integriert. Diese dienen als Ergänzung, ersetzen jedoch keine individuelle Ernährungsberatung.
Für die Nutzung der Onlinefunktionen wird lediglich eine WLAN-Verbindung benötigt.
Ergonomie und Verarbeitung Sportstech sBike Speedbike

Das sBike basiert auf einem massiven Stahlrahmen mit sauber verarbeiteten Schweißnähten und klarer Linienführung. In der Praxis zeigt sich das in hoher Verwindungssteifigkeit: Auch bei Wiegetritt oder schnellen Lastwechseln bleibt das Bike ruhig und verwindet sich nicht spürbar.
Die Konstruktion ist auf Dauerbelastung ausgelegt. Das ist besonders wichtig für Nutzer, die regelmäßig trainieren oder häufig Intervalle mit höherer Intensität fahren.
Das 16,5 kg Schwungrad sorgt in Kombination mit dem Magnetbremssystem für einen gleichmäßigen Rundlauf. Das Tretgefühl ist ruhig, ohne spürbare Lastsprünge oder Nachziehen. Gerade bei niedrigen Trittfrequenzen bleibt die Bewegung kontrolliert.
Ein weiterer Vorteil des Magnetbremssystems ist die geringe Geräuschentwicklung. Das Bike arbeitet sehr leise, wodurch Training früh morgens oder spät abends problemlos möglich ist.

Mit 155 x 61,5 x 153 cm bleibt das sBike trotz großem Display vergleichsweise platzsparend. Transportrollen erleichtern das Verschieben innerhalb der Wohnung.
Das Eigengewicht von 68 kg trägt maßgeblich zur Standfestigkeit bei. Nutzer bis 120 kg können auch intensivere Einheiten absolvieren, ohne dass sich das Bike instabil anfühlt.
Sattel und Lenker sind umfangreich verstellbar, sodass Nutzer zwischen ca. 1,60 und 1,90 m eine passende Sitzposition finden. Die Einstellung erfolgt werkzeuglos und ist in wenigen Sekunden erledigt.
Der Lenker bietet 5 Griffpositionen. Dadurch lassen sich unterschiedliche Fahrhaltungen realisieren – aufrecht für längere Grundlageneinheiten oder sportlich tief für intensive Intervalle.
Die Pedale sind als Kombipedale (SPD + Korb) ausgeführt. Damit können Sie wahlweise mit normalen Sportschuhen oder mit Klickschuhen trainieren.
Aktionsabhängig liegt Zubehör wie Fitnessmatte, Trainingsbänder oder Hanteln bei. Diese Extras sind sinnvoll, aber nicht kaufentscheidend.
Aufbauvideo
Alternative Produkte

