Sportstech sTread Treadmill & Walking Pad im Test
Das Sportstech sTread richtet sich an Nutzer, die ein kompaktes, wohnraumtaugliches Laufband suchen, das sowohl als klassisches Laufband als auch als Walking Pad eingesetzt werden kann. Der Fokus liegt klar auf Platzersparnis, einfacher Bedienung und moderatem Training – nicht auf leistungsorientiertem Lauftraining.
Anders als reine Walking Pads ermöglicht das sTread auch Jogginggeschwindigkeiten bis 12 km/h. Gleichzeitig bleibt das Gerät flach, leicht und schnell verstaubar. Damit adressiert Sportstech gezielt Menschen, die regelmäßig gehen oder locker joggen möchten, ohne ein großes Studiolaufband aufzustellen.
Entscheidend ist daher weniger, wie viele Features das Datenblatt listet, sondern ob das sTread im Alltag ein stabiles, leises und unkompliziertes Training ermöglicht – und für welche Nutzergruppe dieses Hybrid-Konzept sinnvoll ist. Genau das klären wir im Test.
Kapitelübersicht
Vorteile
Nachteile
Das Sportstech sTread Fold positioniert sich klar als hybrides Laufband für den Alltag, das weniger auf maximale Leistung, sondern vielmehr auf Flexibilität, Kompaktheit und einfache Nutzung ausgelegt ist. Genau darin liegt seine größte Stärke. Im Training überzeugt vor allem die Möglichkeit, das Gerät sowohl als Walking Pad unter dem Schreibtisch als auch als klassisches Laufband mit hochgeklappten Griffbügeln zu nutzen. Diese Kombination macht das sTread Fold besonders interessant für Nutzer, die Bewegung fest in ihren Tagesablauf integrieren möchten – ohne dafür ein separates Laufband und ein zusätzliches Walking Pad anschaffen zu müssen. Die Geschwindigkeitsabstufung in 0,1-km/h-Schritten, die leise Arbeitsweise im Walk-Modus sowie die unkomplizierte Steuerung per Fernbedienung, Konsole oder App sorgen für ein angenehm niedrigschwelliges Nutzungserlebnis. Man steigt auf, wählt Tempo oder Programm – fertig. Genau das ist für viele Heimanwender entscheidend. Konstruktionsbedingt bringt das flache Design jedoch auch Einschränkungen mit sich. Die Dämpfung fällt einfacher aus als bei klassischen Laufbändern mit größerem Unterbau, und die Lauffläche ist eher kompakt. Für große Nutzer oder ambitionierte Läufer mit längerer Schrittlänge ist das Gerät daher nur eingeschränkt geeignet. Auch eine Steigungsfunktion fehlt. Unterm Strich richtet sich das sTread Fold an Menschen, die regelmäßig gehen oder locker joggen möchten, wenig Platz zur Verfügung haben und ein pflegeleichtes, sofort einsatzbereites Laufband suchen. Für diesen Einsatzzweck bietet das Gerät ein stimmiges Gesamtpaket mit guter Alltagstauglichkeit. Wer hingegen intensives Lauftraining, hohe Dauergeschwindigkeiten oder ausgeprägte Dämpfung sucht, sollte sich in einer höheren Laufbandklasse umsehen. Für Bewegung im Homeoffice, Cardio-Grundlagen und tägliche Aktivität ist das sTread Fold jedoch eine sinnvolle und praxisnahe Lösung.Fazit zum Sportstech sTread Fold
Funktionsumfang und Training
Das Sportstech sTread Fold ist konzeptionell kein „kleines Laufband“, sondern ein Hybrid aus Walking Pad und kompaktem Laufband. Genau daraus ergeben sich im Training die wichtigsten Unterschiede: Im Walk-Modus bleibt das Gerät niedrig, unauffällig und sehr wohnraumtauglich – im Run-Modus wird es durch hochgeklappte Stützen und Handgriffe zu einem stabileren Setup, mit dem auch lockeres Joggen möglich ist.
Geschwindigkeit & Steuerung: Der Geschwindigkeitsbereich von 1 bis 12 km/h deckt Gehen, zügiges Walken und moderates Laufen ab. In der Praxis zählt nicht nur die Maximalgeschwindigkeit, sondern die Feinabstimmung: Die Anpassung in 0,1-km/h-Schritten ist ein echter Vorteil, weil man damit Walk-Tempo (z. B. 4,8 statt „5“) oder Intervallstufen sauber trifft – ohne ständig „zu schnell / zu langsam“-Gefühl.
Der Wechsel in den Run-Modus funktioniert über das Hochklappen der Stützen und Handgriff-Bügel. Das ist kein komplizierter Umbau, aber ein bewusstes Sicherheitsprinzip: Wer läuft, braucht mehr Kontrolle (Griffposition, Not-Stopp, bessere Körperführung), wer geht, will niedrige Bauhöhe und Ruhe.
Ein klarer Punkt, den man einordnen muss: Keine Steigung. Für viele ist das okay (weil Walk/Run ohne Steigung bereits wirkt), aber wer gezielt bergauf trainieren will (Waden/Gluteus, höhere Herzfrequenz bei geringer Geschwindigkeit), bekommt diese Trainingsform hier nicht ab Werk. Als Alternative bleibt: Tempo-Progression, Intervalltraining oder längere Einheiten im zügigen Walk.
Lauffläche: Mit 112 × 40 cm ist die Fläche funktional, aber nicht großzügig. Für Walken ist das in der Regel unkritisch. Beim Laufen gilt: Je größer die Schritte (Körpergröße, Laufstil, Tempo), desto mehr merkt man die begrenzte Breite. Wer über ca. 1,90 m ist oder sehr dynamisch läuft, sollte das realistisch einplanen.
Trainingscomputer & Konnektivität
Die Konsole ist bewusst schlicht gehalten: Statt großem Touchdisplay gibt es mehrere kleine LCD-Anzeigen, die das liefern, was man im Alltag wirklich braucht – ohne App-Zwang.
Wichtig: Für strukturiertes Training reichen meist Zeit + Geschwindigkeit (und optional Distanz). Kalorien sind bei solchen Konsolen grundsätzlich nur eine Näherung – sinnvoll eher als Trend („mehr/weniger“) statt als exakter Wert.
Die Bedienung ist flexibel: Konsole für direkte Kontrolle, Fernbedienung für schnelles Start/Stopp und Speed-Feintuning, plus optional App-Anbindung. Gerade im Walk-Modus ist die Fernbedienung praktisch, weil man das Gerät „nebenbei“ nutzt (z. B. am Stehschreibtisch) und nicht ständig nach vorn greifen will.
Für pulsorientiertes Training ist das sTread Fold mit dem sPulse LED-Pulsarmband kompatibel. Das ist keine medizinische Messung, aber als Trainingssteuerung im Alltag brauchbar – vor allem, wenn man Walk-Programme im Zielpulsbereich halten will (z. B. Grundlagenausdauer, Fettstoffwechsel). Wer exakt messen möchte, nutzt in der Praxis ohnehin bevorzugt Brustgurt/Watch – je nach Setup.
Programme: Das sTread Fold bietet Run-Mode-Programme und Walk-Mode-Programme für Abwechslung. Entscheidend ist weniger die bloße Anzahl, sondern die Logik dahinter: Sinnvolle Programme wechseln Tempo in Intervallen, was gerade bei kurzen Einheiten effektiv ist, weil es Herz-Kreislauf fordert, ohne dass man permanent „Vollgas“ laufen muss.
Unterm Strich ist der Funktionsumfang genau dort stark, wo ein Hybrid stark sein muss: schnell startklar, fein steuerbar, wohnraumtauglich und ausreichend strukturiert – mit klaren Grenzen (keine Steigung, kompakte Lauffläche), die man vor dem Kauf ehrlich abgleichen sollte.
Ergonomie und Verarbeitung
Beim Sportstech sTread Fold liegt der Fokus klar auf einer kompakten, wohnraumtauglichen Bauweise mit möglichst geringem Platzbedarf. Entsprechend unterscheidet sich die Konstruktion bewusst von klassischen Laufbändern mit massivem Rahmen.
Der Rahmen besteht überwiegend aus pulverbeschichtetem Stahl, ergänzt durch robuste Kunststoffabdeckungen. Diese Kombination sorgt für ein geringes Gesamtgewicht bei gleichzeitig ausreichender Stabilität für den vorgesehenen Einsatzzweck im Geh- und leichten Laufbereich.
Die maximale Nutzerlast von bis zu 110 kg ist realistisch gewählt und passt zur Geräteklasse. Für schwere oder sehr dynamische Läufer ist das sTread Fold nicht konzipiert – für Walking, zügiges Gehen und lockeres Joggen hingegen ausreichend stabil.
Die Lauffläche von ca. 112 x 40 cm ist kompakt. Für Nutzer bis etwa 1,90 m Körpergröße gut nutzbar, größere Personen stoßen schneller an ergonomische Grenzen. Gerade bei längeren Schritten fehlt etwas Reserve nach vorne.
Positiv fällt die gleichmäßige Bandführung auf. Der Laufgurt läuft sauber mittig und zeigt im Betrieb kein seitliches Wandern. Das spricht für eine ordentliche Grundjustierung ab Werk.
Die Dämpfung ist konstruktionsbedingt eher straff. Durch die flache Bauweise können keine komplexen Mehrzonen-Dämpfsysteme verbaut werden. Für Walking und leichtes Joggen ist das unproblematisch, für intensives Lauftraining empfehlen sich gut gedämpfte Laufschuhe.
Ergonomisch sinnvoll gelöst ist der klappbare Handlauf. Im Walk-Modus bleibt das Gerät sehr niedrig und kann unter Möbel geschoben werden. Für den Run-Modus wird der Handlauf hochgeklappt und bietet zusätzliche Sicherheit.
Die Bedienelemente sind gut erreichbar platziert. Sowohl die Konsole als auch die Fernbedienung lassen sich blind bedienen, was während des Trainings den Komfort erhöht.
Auch die Transportrollen erfüllen ihren Zweck. Das Laufband lässt sich problemlos verschieben, ohne gekippt oder getragen werden zu müssen.
Insgesamt vermittelt das sTread Fold eine saubere, zweckmäßige Verarbeitung. Keine Premium-Materialschlacht, aber ein stimmiges Gesamtbild für ein kompaktes Hybrid-Laufband im Einstiegs- bis unteren Mittelklasse-Segment.

