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8 ExpertenTipps für Ihren Crosstrainer-Kauf

8 Experten-Tipps für Ihren Crosstrainer-Kauf

Durch unsere vermehrt sitzende Tätigkeit im Büro kommt die Bewegung im Alltag leider oft zu kurz. Immer mehr Studien stellen fest, dass es wichtig ist täglich in Bewegung zu sein um den Körper gesund zu halten. Der Trend geht ganz klar hin zu Workouts, vermehrt auch zu Hause. Im Nachfolgenden haben wir 8 Tipps für Sie vorbereitet, die Ihnen bei der Auswahl des geeigneten Crosstrainers und dem Crosstrainer-Kauf helfen werden.

1. Die Schwungmasse

Die Schwungmasse ist ausschlaggebend für die Stabilität und den Widerstand des Crosstrainers. Zudem sorgt die Schwungmasse für die Gleichmäßigkeit der Bewegung. Die meisten Crosstrainer haben eine Schwungmasse zwischen 5kg und 30kg. Eine zu geringe Schwungmasse sorgt dafür, dass der Trainierende nicht genug Widerstand für die Ausführung des Trainings hat, während eine zu hohe Schwungmasse dafür sorgen kann, dass der Sportler das Gefühl hat, dass das Gerät schneller ist als er selbst. Bei einer zu geringen Schwungmasse wird der Bewegungsablauf weniger flüssig und man selbst ist schneller als der Crosstrainer.

Mit der richtigen Schwungmasse ist die Bewegung flüssig und rund. Sie unterstützt den gleichmäßigen Bewegungsablauf und sorgt für ein gutes Trainingsgefühl. Die ideale Schwungmasse liegt zwischen 18 kg und 25 kg, bei durchschnittlich trainierten Nutzern. Nutzer, die sehr weit fortgeschritten sind können auch eine höhere Schwungmasse nutzen, um das Training voranzubringen.

Wenn das Verhältnis zwischen Trainingszustand und Gewicht des Nutzers ausgeglichen ist, ist ein angenehmes Training möglich. Hierbei wird der Nutzer ausreichend gefordert, ohne eine Überlastung mit sich zu bringen. Achten Sie daher darauf, dass die Schwungmasse auf Sie angepasst ist, so haben Sie auch langfristig Freude am Training und erreichen Ihre Trainingsziele.

2. Der Q-Faktor

Der sogenannte Q-Faktor ist der Abstand zwischen den Innenseiten der Pedale. Wichtig ist, dass dieser nicht zu weit ist, da dies eine Überlastung der Knie zur Folge haben kann. Man kann sich den richtigen Abstand so vorstellen, dass Sie bequem stehen können, ohne dass sich Ihre Hüfte oder Ihre Knie angespannt anfühlen. Je geringer der Abstand zwischen den Pedalen ist, desto natürlicher fühlt sich das Training an. Wenn Sie beispielsweise spazieren oder joggen gehen beträgt der natürliche Abstand zwischen Ihren Füßen in etwa 10 cm. Das ist somit der natürliche Abstand, an dem Sie sich auch für Ihren Crosstrainer Kauf orientieren sollten. Grundsätzlich gilt: je geringer der Abstand desto besser, da die Trittflächen meist etwas breiter sind, sodass Sie Ihre Füße entsprechend etwas weiter auseinander stellen können. Wenn Sie eine sehr breite Hüfte haben oder grundsätzlich etwas breiter gebaut sind, dann sollte der Trittflächenabstand entsprechend Ihrer Hüftweite sein.

Der Q-Faktor ist folglich ausschlaggebend für ein möglichst gelenkschonendes Training, welches sich auch in längeren Trainingseinheiten gut und angenehm anfühlen sollte.

3. Das Bremssystem

Das Bremssystem Ihres Crosstrainers ist ausschlaggebend für den Tretwiderstand während des Trainings. Es sollte also auf Ihre sportlichen Voraussetzungen angepasst sein. Unterschieden wird zwischen dem Magnetbremssystem, dem Induktionsbremssystem und das Generatorbremssystem.

Das Magnetbremssystem

Das Magnetbremssystem ist mit einem Dauermagneten ausgestattet, der durch die Bewegung näher oder weiter von dem Magnetfeld der Schwungmasse entfernt ist. Je näher der Widerstand am Bremssystem ist, desto höher ist der Widerstand während des Trainings.

Das Magnetbremssystem ist nicht geeicht, sodass beispielsweise Stufe 2 bei einem Crosstrainer einen ganz anderen Widerstand erzeugt, als Stufe 2 bei einem anderen Crosstrainer. Dies sollte beim Training immer beachtet werden, damit Sie Ihren Trainingserfolg messen und vergleichen können. Die maximale Wattzahl des Magnetbremssystems liegt bei zirka 120 Watt, was für die meisten Nutzer völlig ausreichend ist. Lediglich Leistungssportler sollten auf ein anderes Bremssystem zurückgreifen, um eine höhere maximale Leistung zu erreichen. Magnetbremssysteme sind zudem sehr langlebig.

Das Induktionsbremssystem

Das Induktionsbremssystem wird auch Wirbelstrombremssystem genannt. Hier wird der Widerstand mit Hilfe einer integrierten Spule elektronisch erzeugt, die die Veränderung der elektrischen Spannung bewirkt. Die Spule wird nah am Metall vorbeigeführt, wodurch ein Spannungsfeld entsteht, der sogenannte Wirbelstrom. Dieser sorgt dann für ein Magnetfeld, welches den Widerstand erzeugt. Auf diese Weise lässt sich der Widerstand besonders genau einstellen, da er elektronisch und nicht wie beim Magnetbremssystem mechanisch erzeugt wird.

Mit dem Induktionsbremssystem kann der größte Widerstand erzeugt werden, weshalb sich Geräte mit Induktions- oder Wirbelstrombremssystem besonders gut für Sportler eigenen, die eine hohe Leistung erreichen möchten. Die Meisten dieser Geräte müssen hierfür an die Steckdose angeschlossen werden. Die Geräte mit Induktionsbremssystem sind besonders leise und ebenfalls sehr langlebig.

Das Generatorbremssystem

Das Generatorbremssystem funktioniert genau wie das Induktionsbremssystem, sodass dieses eigentlich eine Unterkategorie darstellt. Allerdings kommt, im Gegensatz zum Induktionsbremssystem, der Strom nicht aus der Steckdose, sondern wird mit Hilfe des eingebauten Generators erzeugt. Somit sind Sie von Steckdosen unabhängig und können Ihren Crosstrainer mit Generatorbremssystem überall aufstellen.

4. Eignung Körpergröße

Wichtig für den Crosstrainer Kauf ist auch, dass Sie darauf achten für welche Körpergröße das Gerät geeignet ist. Wenn das Gerät zu klein ist, kommt es häufig zu Fehlhaltungen, da sich der Nutzer leicht nach vorne beugt um zu trainieren. Dies kann negative Auswirklungen auf die Nacken- und Rückenmuskulatur haben. Zu große Geräte können nicht richtig bedient werden, oder der Nutzer kann nicht alle Funktionen nutzen, da er beispielsweise nicht an die Pulsplatten in den Griffen kommt.

5. Eignung Gewicht

Auch auf das maximale Nutzergewicht sollten Sie beim Kauf achten. Dies ist ausschlaggebend für die Stabilität und die Nutzbarkeit des Gerätes. Wenn das Gerät für Ihr Gewicht nicht geeignet ist kann es dazu kommen, dass das Gerät während der Trainingseinheiten wackelt oder im schlimmsten Fall sogar umkippen kann. Eine langfristige Belastung mit zu viel Gewicht führt dazu, dass sich der Crosstrainer schneller abnutzt und nicht lange hält. Defekte Teile können die Folge sein.

6. Raumbedarf und Lagerung

Für die Kaufentscheidung sollten Sie auch die Stellmöglichkeiten beachten. Zum einen sollten Sie genug Platz haben um den Crosstrainer aufzustellen, zum anderen sollte aber auch auf allen Seiten Platz sein, um bequem trainieren zu können. Wir empfehlen Ihnen, dass Sie rund um den Crosstrainer zirka 50 cm Platz lassen.

Auch der Abstand zur Decke ist wichtig. Wir geben bei unseren Bewertungen stets die maximale Pedalhöhe an. Diese sollten Sie zu Ihrer Körpergröße hinzurechen und zusätzlich zirka 20 cm bis 30 cm Puffer als Abstand zur Decke einplanen. Sie möchten sich ja schließlich beim Training nicht den Kopf stoßen oder nach vorne gebeugt trainieren.

Hinsichtlich der Stellfläche ist es zudem wichtig, dass Sie eine Verstaumöglichkeit einplanen, sofern Sie den Crosstrainer nicht aufgestellt stehen lassen möchten. Hier gibt es einige klappbare Crosstrainer, die Sie nach dem Training einfach zusammenklappen und in eine Ecke stellen können. Andere Crosstrainer sind mit Transportrollen ausgerüstet, mit denen Sie den Crosstrainer zur Seite rollen können, um ihn zu lagern.

Messen Sie also vor dem Kauf ab, wie große die Stellfläche ist, wie viel Abstand zur Decke besteht und überlegen Sie sich, wie Sie den Crosstrainer lagern möchten.

7. Verarbeitung und Budget

Auch die richtige Verarbeitung ist wichtig für den Crosstrainer Kauf. Achten Sie darauf, dass das Gerät aus hochwertigen Materialien besteht, die gut verarbeitet sind. Ein guter Indikator hierfür sind die Schweißnähte. Diese sollten glatt, ohne sichtbare Blasen oder Risse sein.

Minderwertige Plastikteile sollten auf keinen Fall an Belastungsstellen verbaut sein, da diese schnell brechen können. Die Materialien sollten im erstmaligen Gebrauch nicht schleifen oder quietschen.

Auch günstige Geräte können gut und sicher verarbeitet sein, ebenso wie es teure Geräte gibt, die schlecht verarbeitet sind. Legen Sie ein Budget fest und achten Sie innerhalb Ihres Budgets auf eine gute Verarbeitung. Lassen Sie sich nicht von schicken Designs täuschen, die teilweise leider an der Qualität sparen.
Natürlich werden Sie für geringes Budget keinen Crosstrainer finden, der genauso gut verarbeitet ist wie ein sehr teurer Crosstrainer, allerdings gibt es innerhalb des jeweiligen Preisrahmens bessere und schlechtere Geräte. Schauen Sie doch in unserer Bestenliste vorbei, um das passende Gerät zu finden.

8. Trainingsziele

Ein weiteres Merkmal, welches Sie beim Kauf eines Crosstrainers beachten sollten, ist Ihr Trainingsziel. Nutzer, die gerade einsteigen haben andere Bedürfnisse als fortgeschrittene oder professionelle Nutzer, die bereits viel Erfahrung im Training mit einem Crosstrainer gesammelt haben. Auch die Nutzungsintensität spielt eine wichtige Rolle. Wer nur ab und zu trainieren möchte, benötigt sicherlich nicht so viele Funktionen, wie ein Nutzer, der täglich Gas geben möchte.

Trainingscomputer können Sie bei der Erreichung Ihrer Trainingsziele unterstützen. Daher überlegen Sie sich vorab, ob Sie Trainingsprogramme nutzen möchten, ob eine App-Steuerung benötigt wird oder ob Ihnen ein einfaches Display mit der Anzeige der wichtigsten Werte ausreicht.

Grundsätzlich gilt: Einsteiger, die ab und zu trainieren möchten sind mit einem Gerät bis zirka 400€ gut beraten. Semi-professionelle/ fortgeschrittene Nutzer, die regelmäßig trainieren benötigen mehr Komfort und mehr Funktionen. Professionelle Nutzer haben genaue Vorstellungen, was der Crosstrainer leisten muss. Sie benötigen einen geringeren Pedalabstand, mehr Schwungmasse und Trainingsprogramme.

Aber: Selbst wenn Sie Einsteiger sind kann es sein, dass Sie bereits wissen, dass Sie Ihr Gerät langfristig nutzen möchten. Dann empfehlen wir Ihnen ein semi-professionelles Gerät. Die Investition ist zwar zu Beginn etwas höher, allerdings wächst das Gerät sozusagen mit Ihnen, und bietet langfristig mehr Abwechslung und eine bessere Qualität.


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